Der Süden – BER Geländerunde

Offrad Flughafenrunde um den BER

Der Süden – BER Geländerunde

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) hat inzwischen tatsächlich den Betrieb aufgenommen. Das dekadenteste Velodrom Berlins ist damit Geschichte. Die Rennrandgemeinde ist darüber sehr betrübt. Böse Zungen würden allerdings sagen, dass dies etwas von der Wehmut des Knastis hat, der sich nach seiner Entlassung in die geordnete Welt des Kittchens zurücksehnt. Wir haben uns daher schon seit Mitte letzten Jahres frühzeitig um die Resozialisierung jener geschundene Existenzen bemüht, die bislang ihr ganzes Radlerdasein mit stupiden Im-Kreis-Fahren auf Flughäfen verbringen mussten. Um sie sanft an die Unzahl der sich darbietenden Möglichkeiten in den Weiten des Brandenburger Nichts heranzuführen, haben wir im Juli 2019 die ersten BER-Umrundungen im Gelände angeboten. Die Idee schlug offenbar ein und wurde in der Folge schnell von ‚Influencern‘ kopiert und verkauft. Aber warum mit einer billigen Kopie Vorlieb nehmen, wenn man auch das Original haben kann?

Unsere BER-Umrundung im Gelände zeigt Euch das Altvertraute aus neuen Perspektiven und erkundet dabei das widerstreitende Ineinander wie untrennbare Gegeneinander von Natur und Technik rund um den neuen Technologie- und Wirtschaftsstandort in Schönefeld. Die geschotterten Waldautobahnen um das Areal sind dabei sicherlich nicht der schlechteste Ersatz zum Kreisen auf tristen BER-Autobahnzubringern.

Streckeninfo

Permanente


Art

FAR Wochenendtour

Länge

52km 64km

Höhenmeter

320 380

Offroad

85% 87%

Schwierigkeit

2/10 2/10

Die grüne Strecke zeigt die kürzere Strecke und die blaue die Erweiterung der längeren Strecke an

Die Runde nimmt ihren Ausgang am Beginn der Ostkrone, verläuft dann jedoch konsequent auf der anderen Seite der Ostkrone, die für die Rennradgemeinde wohl das irdische Pendant der dunklen Seite des Mondes darstellen dürfte. Von den Schotterwegen der Südseite hat man eine schöne Aussicht auf die Radausflügler auf der Nordseite der Krone. Weiter geht es (nach einem unvermeidlichen Stück durch die Neukölln) entlang des sandigen Tieflandbachs Rudower Fließ und ehemaliger Rieselfelder rund ums Klärwerk Waßmanndorf.

Ab hier lässt man die Stadt endgültig hinter sich und die Weite der Landschaft öffnet sich. Immer wieder erhascht man dabei Blicke auf kleine Naturidylle inmitten der Agrarwüste und Industrielandschaft.

Dem Rollfeld nähert Ihr Euch über eine Erhebung hinweg von hinten an. Anschließend folgt Ihr für eine kurze Zeit dem Asphaltband des Zaunweges, bis dieser einem Schotterweg weicht.

Dabei gibt es immer technische Infrastruktur des Flughafens wie Radartürme und Funkfeuer in der freien Landschaft im Umkreis des Flughafens zu entdecken.

Auf Höhe von Kiekebusch müsst Ihr Euch dann entscheiden, ob Ihr die kurze, oder die lange Runde fahren wollt. Letztere beschreibt an dieser Stelle nämlich einen Bogen über das Schönefelder Autobahnkreuz hinweg. Beide Routen bringen Euch anschließend über Grünau, den Landschaftspark Johannisthal und die Königsheide zurück zum Ausgangspunkt am Beginn der Ostkrone. Beide Routen unterqueren auf Höhe von Kiekebusch jedoch die A113. Hier ist in der Unterführung Vorsicht und bei Bedarf auch Absteigen angesagt, denn der Weg ist schmal, holprig und könnte für Euch in einem Graben enden.

Einkehrmöglichkeiten: leider gibt es keine echte Empfehlung auf dieser Route, aber wer dringend Wasser oder schnelle Kohlenhydrate benötigt, findet in Glasow, Walterdorf und Grünau Supermärkte, Tankstellen und Imbisse (Im Track als POI markiert).






Kurzstrecke

Langstrecke

externe Weiterleitung zu Dropbox.

Achtung: Ladet die .gpx Datei bitte ohne Umwege über Portale wie z.B. Komoot auf Euer Navigationsgerät! Diese Anbieter verändern die Streckenführung meist erheblich. Auch wenn Ihr die Option „Origialroute“ wählt kommt es sonst leicht zu Abweichungen von mehren Km.

Eine Anleitung zur direkten Übertragung findet Ihr hier

 

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